
Naturschutzgebiet
Batthyanyfeld | Bruckneudorf


Westlich von Bruckneudorf erstreckt sich ein einzigartiges Feuchtbiotop zwischen Leitha und Leithakanal: das Naturschutzgebiet Batthyanyfeld. Die vier ehemaligen Absetzbecken der Zuckerfabrik Bruck wurden bis Mitte der 1980er-Jahre zur Sammlung des Abwassers der Zuckerrübenwäsche genutzt. Heute stellt das Schutzgebiet – vor allem durch seine geografische Lage zwischen den March-Donau-Auen und dem Neusiedler See – einen bedeutenden Rast- und Brutplatz für die Vogelwelt dar.
Die zwei östlichen, dauerhaft mit Wasser gefüllten Becken sind von einem ausgeprägtem Schilfgürtel (Phragmites australis) umgeben. In diesem finden Vögel einen geeigneten Brut- oder Schlafplatz vor, er dient ihnen als Nahrungshabitat und bietet Schutz vor Beutegreifern. Hier sind typische Röhricht Bewohner wie Schilfrohrsänger (Acrocephalus schoenobaenus), Rohrschwirl (Locustella luscinioides), Zwergdommel (Ixobrychus minutus) und Teichhuhn (Gallinula chloropus) anzutreffen. Im Sommer, wenn der Wasserspiegel sinkt, entstehen ausgedehnte Schlick- und Schlammflächen, die für durchziehende Wasser- und Watvögel wie Grünschenkel (Tringa nebularia), Flussuferläufer (Actitis hypoleucos), Bekassine (Gallinago gallinago), Rohrweihe (Circus aeruginosus) und viele mehr einen wichtigen Rast- und Nahrungsplatz darstellen. Im Gebiet brütende Vögel sind beispielsweise Blässhuhn (Fulica atra), Wasserralle (Rallus aquaticus) und Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis). In den beiden westlichen Becken dominieren ausgedehnte Holundergebüsche (Sambucus nigra), Brennnesselfluren und Schilfflächen, welche das Nahrungs- und Brutplatzangebot erweitern.
Das Feuchtbiotop ist außerdem ein wichtiger Lebensraum für Amphibien: Im Frühjahr legen Rotbauchunken (Bombina bombina), Wechselkröten (Bufotes viridis), Wasser- und Springfrösche (Pelophylax sp., Rana dalmatina) ihre Eier – je nach Art als kugelige Anhäufung oder zu einem Faden aneinandergereiht – zwischen den Wasserpflanzen ab. Im Wasser entwickeln sich Libellenlarven von beispielsweise Spitzenfleck (Libellula fulva) oder Großer Moosjungfer (Leucorrhinia pectoralis).

HINWEIS
Helfen Sie mit, dieses Naturjuwel für die nächsten Generationen zu bewahren.
Bleiben Sie auf den Wegen und betreten Sie nicht die Schilf- und Wiesenflächen. Im Schutzgebiet leben viele Vögel und Amphibien, die einen störungsfreien Rückzugsraum benötigen. Bitte unterlassen Sie daher lautes Musikhören und sonstige Lärmentwicklung. Außerdem bitten wir um kurze Aufenthalte, da Schutzgebiete keine Naherholungsgebiete, sondern Rückzugsorte für Flora und Fauna sind.
Wir danken für Ihre Unterstützung!
VERHALTENSREGELN
Achtung Vogelbrutgebiet! Bitte betreten Sie nicht das Schilf, führen Sie Hunde an der kurzen Leine und lassen Sie diese nicht ins Wasser! Nutzen sie bitte den Damm als Aussichtspunkt zur Vogelbeobachtung!

Arten- und Lebensraumvielfalt





